Heilung nur durch Ernährungsumstellung

mercredi 13 août 2014

Ich wollte auch mal meinen Erfahrungsbericht schreiben, vielleicht hilft es ja jemanden von den langwierigen Fällen. Ich habe für mich einen etwas anderen Weg gefunden, den ich nur jedem empfehlen kann mal auszuprobieren.



Zuerst zu mir, ich hab sein über 20 Jahren Zungenbelag, starkes Hautjucken, Infektionsanfälligkeitund damals auch schon eine Veränderung im Magen-Darm-Trakt, die ich aber nicht ernst nahm. Die nächste Stufe kam dann vor 7 Jahren, vmtl. auf Grund von Schlafmangel bekam ich plötzlich furchtbare Verdauungsprobleme mit Schwindelanfällen und allem was dazugehört. Gefunden wurde nicht viel, die Ärzte schoben dann alles auf Fructose/Lactoseintoleranz. Weglassen von Fructose/Lactose verbesserte das dann zwar, aber es verschwand nicht. Geärgert hat mich auch, daß die Ärzte sagten, jetzt hast Du die Intoleranz für den Rest deines Lebens.



Irgendwann hab ich angefangen im Internet zu stöbern, kam dann auch auf Candida. Für kurze Zeit (2 Wochen) hatte ich mit Citricidal eine fast beschwerdefreie Phase, daß ließ sich aber nicht widerholen? Besser als mit der Anti-Pilz Diät kam ich dann mit der Lutz-Diät(max 3 Broteinheiten = 72 g Kohlenhydraten am Tag) zurecht, vmtl. hab vorher noch zu viel Vollkornbrot und Kartoffeln gegessen?



Als ich auch hier nicht weiterkam hab ich dann doch mal die scdiet ausprobiert, über die ich zwar schon viel gelesen hab, aber mir immer zu aufwendig vorkam. Hier werden komplexe Kohlenhydrate zu 100% weggelassen (Haushaltszucker, Stärke, Milchzucker), Einfache KH sind erlaubt(Fruchtzucker, Traubenzucker). Nach 2-3 Wochen hat mich der Erfolg fast umgehauen, ich war wieder "fast" beschwerdefrei, nur etwas Afterjucken, das besserte sich erst nach 8 Monaten. Ich hab mir aber schon immer gewisse Erleichterungen zu der Diät erlaubt. Wäre mit unseren 4 Kindern auch nicht möglich und schließlich sind auch in der Originaldiät z.B. in Mandeln 4% Zucker und Stärke. 0g kompl. KH geht also gar nicht. Zumindest am Anfang war ich bei ca. 5g kompl. KH am Tag, dann 15g am Tag, später pro Mahlzeit.



Was mich auch abgeschreckt hat war, daß man die Diät 1-2 Jahre durchhalten muß, bis sich der Darm normalisier hat. Ich mache das jetzt mehr oder weniger schon 2 Jahre und vertrage immer mehr KH, kann teilweise schon normal essen. Ob es schneller gegangen wäre wenn ich die Diät zu 100% richtig gemacht hätte kann ich jetzt nicht sagen. Eher vermute ich, daß ich ein besonders schwerer Fall war, da ich das schon so lange in mir hatte.



Bei der scdiet ist nicht von Candida die Rede, sondern nur allgemein von schädlichen Mikroorganismen (Bakterien/Pilze) die als Nahrung kompl. KH benötigen. Kann man das überhaupt unterscheiden? Was mich mehr beunruhigt hat ist, daß sich die Beschwerdebilder auch von den chronischen Sachen (Morbus, Colitis ulcerosa ) für mich alle gleich angehört haben. Ist also Candida/Reizdarmsyndrom nur eine Vorstufe davon?



Sehr interessant ist auch daß die scdiet zurückgeht auf den Dr. Haas zur Behandlung von Zöliakie. Das beschrieb damals aber noch einen sehr weiten Personenkreis. Zöliakie als Folge von Gluteneiweiß wurde glaub ich erst 1965 definiert. Man kann auch sagen, daß damals ein Großteil der Leidenden ausgeschlossen wurde. Vielleicht weil Gluten freie Nahrung besser Industriell hergestellt werden kann?



Als ich nach langer Zeit mal wieder bei Krasny vorbeischaute, hab ich mit Interesse über das Heilfasten gelesen und auch gewisse Ähnlichkeiten festgestellt. Auch bei der scdiet sollte man eine Anfangsdiät machen und fast nur Suppe, Möhren und selbstgemachten Joghurt essen. Insgesamt hab ich auch festgestellt, mit der Essensmenge maß zu halten bringt sehr viel. Also jetzt 2kg Karotten pro Tag zu essen ist kontraproduktiv. Obst und Gemüse sind bei der scdiet fast alle erlaubt. Mittagessen ist z.B. bei mir oft Gemüse mit Fleisch auch in der Kantine!



Ich kann nur jedem raten es mal auszuprobieren.(mind. für 3 Wochen) Man muß auch nicht gleich die ganze Diät machen, je weniger kompl. KH umso besser und man braucht dazu sonst nicht's einnehmen. Evtl. schützt das langsame reduzieren das ich ja quasi gemacht hab auch vor zu großen Nebenwirkungen wie beim Heilfasten beschrieben?


Generell kann ich auch sagen daß 2-3 Wochen eine sehr gute Zeitspanne ist um auszusagen, ob etwas wirklich gut oder schlecht für meinen Bauch ist. Sachen die dann nichts gebracht haben hab ich wieder gelassen, ich glaub sowieso nicht an Schwermetallausleitung usw. Aber macht euch selbst ein Bild, was mir z. B. gut getan hat ist morgens einen Ingwertee, dann erst Kaffee?



So jetzt viel Spaß:p



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oder von der Extremistin: (stimmt zwar vieles, aber danach möchte ich nicht leben)

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